„RAUS AUS DEM REGEN“   

Vortragsreihe und Fortbildung zum Thema:

DEPRESSION BEI JUGENDLICHEN

 

Traurigkeit und Depression bei jungen Menschen haben in unserer Tagesaktualität leider einen noch größeren Stellenwert gewonnen als das der breiten Gesellschaft bisher bewusst war. Gerade die Pandemie hat einen großen Beitrag dazu geleistet, dass Unsicherheit, Zukunftsangst, Traurigkeit und Depression einen immer intensiveren Einfluss auf die psychosoziale Disposition unserer Jugend entwickelt.

Aus diesem Grund bietet die Kooperationspartnerschaft aus „Wir sind Paten“, der „Soziale Dienste und Jugendhilfe gGmbH“, dem Zentralrat der Muslime in Deutschland, der Union progressiver Juden in Deutschland und das ipjg eine Sensibilisierungskampagne an, die sich in erster Linie als Hilfe für Kinder und Jugendliche versteht und sich an diese Zielgruppe wendet.

Gerade weil dieses Thema sich durch alle Teile der Bevölkerung zieht, sieht diese Kooperationspartnerschaft in der Kampagne zum Wohle der Kinder und Jugendlichen auch eine hervorragende Möglichkeit interkultureller Zusammenarbeit und setzt ein sinnvolles Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung.

 

Selbstverständlich ist ein Kind nie allein für sich, sondern auch immer im Kontext seines sozialen Systems und seiner psychosozialen Disposition zu betrachten, was in der logischen Folge die Einbindung der Eltern und Lehrer, aber auch anderer Bezugspersonen gebietet. 

 

Wenn Sie Interesse an diesem Thema haben

oder eine unserer Veranstaltungen buchen wollen, sprechen Sie uns an. 

 

 

 

Nähere Inhalte

 

Aus dem Wunsch und Auftrag, dieser Thematik zu mehr Beachtung zu verhelfen und vorhandene Tabus aufzubrechen, bietet das ipjg mit seinen Kooperationspartnern bundesweit an unterschiedlichen Standorten Veranstaltungen an, die einen Zugang zum Thema ermöglichen und hoffentlich auch ehrenamtliche Helfer zu gewinnen vermag.

 

Das Angebot ist in drei unterschiedlichen Formaten kostenfrei buchbar.

 

1. Einbindung in den Unterricht an Schulen

Zunächst stehen natürlich Kinder und Jugendliche im Fokus der Sensibilisierung, so dass wir Aufklärung und Prävention zum Thema Traurigkeit und Depression gern als Beitrag in den Unterricht an Schulen einbringen würden. Wir betrachten die Kinder und Jugendlichen ab der 3. Jahrgangsstufe aufsteigend in allen Schularten als geeignete Zielgruppe. Die Präventionsveranstaltung hat einen Umfang von 3 bis 4 Unterrichtsstunden.

 

 

2. Elternabende an Schulen oder Vorträge in Ihrer Stadt / Gemeinde

Als Informations- und Sensibilisierungsveranstaltung stehen wir für Elternabende an Schulen zur Verfügung. Hier bietet sich auch die Gelegenheit für Eltern und Erziehungsberechtigte, Fragen zu stellen und sich Anregungen für den Umgang mit dieser ernsten Thematik zu holen. Je nach Wunsch der Schulleitungen kann die Veranstaltung in einem Rahmen von 45 bis 90 Minuten gestaltet werden.

 

3. Fortbildung für Lehrer und Pädagogen

Als Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte steht inhaltlich das Erkennen von Veränderungen bei Schülerinnen und Schülern, die geeignete Kommunikation und die Vermittlung von geeigneten Fachstellen oder Paten im Mittelpunkt. Gerade Lehrkräfte haben ein überaus spezielles Band des Zugangs zu ihren SchülerInnen, so dass sie nicht selten in der Lage sind, ERSTE HILFE zu leisten. Gerade durch die drohenden Konsequenzen aus der Corona- Pandemie werden die Ängste und Befürchtungen der jungen Menschen für Lehrerinnen und Lehrer oft deutlicher sichtbar als für andere Bezugspersonen aus dem Umfeld junger Menschen. Aus diesem Grund bieten wir hier konkrete Fortbildungstage an, die kostenfrei gebucht werden können.

 

 

Zielsetzung der Sensibilisierungskampagne

Ziel der Kampagne ist es, eine Hilfestruktur ins Leben zu rufen, die es Kindern und Jugendlichen erlauben soll, ihr Problem zu erkennen und zu benennen. Ein weiterer Aspekt ist, ein online-Portal zu schaffen, das in mehrsprachiger Ausführung erreichbar ist und als  (Selbst)Hilfe-Methode Informationen zu Symptomen, Verhaltensveränderung und geeigneten Fachstellen bietet. Kindern, Eltern und Pat*Innen (ehrenamtlichen Helfern) soll damit eine stets verfügbare Informationsquelle mit kompetenten Ansprechpartnern zur Verfügung gestellt werden.

 

Inhalt der Sensibilisierungskampagne

1.   Traurigkeit, Trauma und Depressionen erkennen, verstehen und bewältigen

2.   do-it-yourself-Programm für Kinder und Jugendliche zur Besserung und Vorbeugung gegen depressive Verstimmungen

3.   Ratgeber für Eltern

4.   Ratgeber für Pat*Innen und ehrenamtliche Helfer*Innen

5.   Wege aus dem Schneckenhaus

6.   Das kognitive Modell der Depression

7.   Pubertät

8.   Corona und andere Krisen überstehen

 

9.   Professionelle Hilfe suchen und finden

 

 

RAUS AUS DEM REGEN

wird vom Bundesministerium für Familie gefördert.

Auf Grund der Vorgaben ist die Kampagne für das Jahr 2020 nur befristet vom 01.11.2020 bis 31.12.2020 verfügbar. Bei Interesses bitten wir um rechtzeitige Terminvereinbarung unter folgenden Kontaktmöglichkeiten:

 

 

Telefon: 08721-127 17 11 oder 0179 - 531 79 32                          per E-Mail: info@ipjg.de

 

Jugendschutz

 

Der Schutz der Jugend ist in unseren Gesetzen mehr als reichhaltig verankert. Jugendschutz beginnt im Elternhaus und ist darüber hinaus nicht alleiniger Auftrag der Behörden, sondern geht jedes einzelne Mitglied der Gesellschaft an. Leider bieten sich zweifelhaften Geschäftemachern immer wieder ausreichend Möglichkeiten, Heranwachsende in ihren Bann zu ziehen und den Grundstein für später schwerwiegende Abhängigkeitserkrankungen zu legen, die nicht selten schon in frühen Jahren zum gesundheitlichen und finanziellen Ruin führen können. Ob das die erste Zigarette, das erste Glas Alkohol, der erste Joint oder aber der vermeintlich unvermeidliche und unbedenkliche Umgang im Frühkindesalter mit Handy oder Tablet ist.

 

Das ipjg möchte durch seine Arbeit einen Beitrag dazu leisten, in persönlicher Aufklärungsarbeit Eltern, Angehörigen und natürlich auch den Jugendlichen selbst die Zusammenhänge von scheinbar unbedenklicher Gewöhnung und späterer Abhängigkeit nahe zu bringen. Unsere Informationsveranstaltungen können Sie zu unterschiedlichen Themen kostenfrei besuchen. Wir weisen in unserer Internetpräsenz und bei Facebook auf die jeweiligen Veranstaltungen hin und freuen uns auf Ihren Besuch. Engagieren Sie sich frühzeitig für den Jugendschutz, indem Sie sich informieren und beugen Sie Eskalationen schon vor, ehe sie entstehen können.


Depression - eine gefährliche Bedrohung an Schulen

Tausendfach erleben Schülerinnen und Schüler an unseren Bildungseinrichtungen aller Formen was es heißt, seine Schulbildung unter der massiven Einwirkung von depressiven Episoden durchlaufen zu müssen und dabei nicht ernst genommen zu werden. Der tägliche Kampf mit einer Welt, die nicht verstehen will, was einem fehlt, paralysiert Kinder und Jugendliche im Schulalltag förmlich seelisch und psychisch und lässt sie an ihren Beschwerden schließlich emotional ersticken!

Das ipjg bietet sich betroffenen Schülerinnen und Schülern - aber auch deren Angehörigen und Lehrern - als Gesprächspartner an. 

Wenn DU fragen hast oder einen Ansprechpartner suchst, dem DU DICH anvertrauen kannst, dann melde Dich einfach. Wir sind für Dich da!

 

Für ein wirksames Handeln sind in erster Linie die Schulen und hier vor allem die Lehrkräfte aufgerufen, eine tragende Säule für die Identifizierung von gefährdeten Schülerinnen und Schülern zu werden! Es ist höchste Zeit, durch gezielte Fortbildung und Sensibilisierung den jungen Menschen aktig zu helfen und diese Thematik mit in die Präventionsarbeit einzubinden, wenn einer Bedrohung durch Depression wirksam begegnet werden soll.

Hierfür sind unterschiedliche Vorgehensweisen denkbar. Wir stehen Ihnen als Ansprechpartner mit unterschiedlichen Modellen für die Fortbildung für Lehrkräfte, die Aufklärung im Unterricht für Schülerinnen und Schüler, sowie mit Handlungskonzepten zur konkreten Begleitung im Alltag zur Verfügung und stellen unsere Kompetenz gerne in den Dienst an unserer Jugend. 

Sprechen Sie uns an! Unsere Kinder müssen uns das wert sein!

 


Versagensangst, Konkurrenzdruck, Prüfungsstress - 

Psychoterror für dein Kind

 

Die zurückliegenden Wochen waren gerade für Kinder und Jugendliche eine Zeit höchster Anspannung, Selbstzweifel und des Verzichts auf wichtige persönliche und entwicklungsrelevante Bedürfnisse. Viele Kinder und Jugendliche haben sich einsam, allein gelassen und eingesperrt gefühlt.

Jetzt soll sich ein Teil dieser jungen Menschen in den Abschlussklassen ihrer Schulen auf die Prüfungen vorbereiten und unter Beweis stellen, dass sie in der Lage sind, auch schwierige Situationen zu meistern.

 

Was für ein Wahnsinn!

Wie sollen sie das, wenn sie noch nie eine derartig psychisch belastende Lebenssituation durchleben mussten? Es gab seit Kriegsende noch nie eine Zeit, in der irgendjemand von uns so lange und so schmerzhaft den Kontakt zu anderen Menschen - insbesondere zu Freunden und Verwandten - meiden und entbehren musste. Es gab noch nie eine Zeit, in der Kinder so lange keinen Unterricht hatten. Es gab noch nie eine Zeit, in der Kinder und Jugendliche die totale Kappung jeglicher sozialer Bindungen hinnehmen mussten und damit einen schweren Einschnitt in ihre persönliche Entwicklung hinnehmen mussten!

 

Und nun wird das alles zu einer Bagatelle gemacht, weil befürchtet wird, dass das System der nachwachsenden Steuerzahler massiv gestört werden könnte?

Das wird ohnehin geschehen.

Denn die jungen Menschen, die nicht ja für den Staat nicht systemrelevant sind und deswegen in ihren Bedürfnissen nie berücksichtigt werden, durchleben schwere Zeiten und erleben die Krise weitaus schlimmer als Erwachsene. Sie werden in ihrer Leistungsfähigkeit schwer getroffen und stehen vor der Gefahr, schwerwiegende Störungen wie Depressionen, Angst-, Versagens- oder Verlustängste etc. zu entwickeln. Das Schlimmste dabei: SIE LERNEN SCHWEIGEN UND ERDULDEN IN IHREM SCHMERZ!

Hier stößt die Jugendsozialarbeit regelmäßig an ihre Grenzen, weil sie nach der Identifikation eines solchen jungen Menschen nicht mehr weiter helfen kann. Dann ist professionelle Hilfe gefragt!

Lasst Es nicht so weit kommen!

 

Deswegen ist es wichtig, jetzt den Kindern Halt und Sicherheit zu geben. 

 

Meine Bitte an Euch alle ist:

Nehmt Euren Kindern den Druck weg und schenkt ihnen Euer Vertrauen und Euer Verständnis! Gebt ihnen das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit und lasst sie nicht allein in ihrer Versagensangst und dem Konkurrenzdruck!

LIEBT EURE KINDER UM IHRER SELBST WILLEN, DENN DAFÜR HABT IHR SIE GESCHENKT BEKOMMEN UND

SIE HABEN SICH DIESE LIEBE VERDIENT!

 


Wenn Kinderherzen nicht mehr strahlen

 

 Quarantäne, Ausgangsbeschränkungen oder einfach die Angst, sich irgendwo zu infizieren, können einem das Leben in den eigenen vier Wänden auf Dauer zu einer großen Belastung werden lassen. Deswegen steht Ihnen das Online-Angebot unserer Beratung ab sofort für Ihre individuellen Fragen und Problemlagen zur Verfügung. 

Gerade Kinder und Jugendliche leiden unter den Gegebenheiten sehr intensiv und finden kaum noch Ventile, ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Für diese Fälle steht Ihnen unsere Online-Sprechstunde und darüber hinaus die individuellen Beratungssitzungen zur Verfügung.

 

Dieses Angebot wird auch über die gegenwärtige Notsituation hinaus zur permanenten Nutzung für Sie zur Verfügung stehen, so dass Sie auch im Falle einer unvorhergesehenen Verhinderung oder wegen ungenügender Mobilität die Gelegenheit haben, sich mit Ihrem Ansprechpartner in Verbindung zu setzen. 

 

Wie es funktioniert?

 

Anrufen - Termin vereinbaren - und hier klicken

 

Ich freue mich darauf, Ihnen weiterhelfen zu dürfen. 

 



 

Gefährliches Experiment startet mit Kindern -

Schulstart wird auf Kosten der Gesundheit der Kinder gehen

 

Experiment ohne Laborbedingungen

In geradezu vorsätzlicher Inkaufnahme von Gesundheitsschäden bei Kindern, Eltern und Lehrkräften hat Kultusminister Prof. Dr. Piazolo nach endlosen Wochen des Abtauchens in Inkompetenz, Schockstarre und Schweigen den Fahrplan für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts bekannt gegeben.

Das Institut für Prävention, Jugendschutz und Glücksspiel (ipjg) sieht mit großer Besorgnis die Folgen, die diese unreflektierte und in den Ausmaßen der Folgen nicht absehbare Fehlentscheidung für die Schülerinnen und Schüler in sich bergen kann. Es gibt nach aktuellem Stand keinen Grund für die Annahme, dass die Pandemie nachhaltig überwunden oder zumindest ein Wendepunkt in der Ansteckungsgefahr erreicht wäre. Dennoch werden nach einem Fahrplan die Schulen für den Präsenzunterricht wieder geöffnet, der als grobe Fahrlässigkeit oder gar vorsätzliche Inkaufnahme der Schädigung von Kindern, Eltern und auch Lehrern angesehen werden muss.

Die Vorkehrungen an Schulen mögen noch so gründlich getroffen sein, so wird doch die Infektionsgefahr nicht minimiert oder ausgeschlossen! Warum? Die Schulen tun doch ihr Bestes, um die Risiken zu senken? Richtig! Doch die Schulen sind nicht das Problem und waren es auch noch nie! Das Problem liegt unter anderem an den Schulwegen und den privaten Kontakten, die unbeachtet bleiben und keine Besorgnis auslösen! Die Schulwege, Wartebereiche in der Öffentlichkeit und die Transportmittel des ÖPNV selbst etc. stellen die tatsächlichen Gefahrenquellen dar, an denen wir schon in kurzer Zeit erkennen werden, welch folgenschweren Fehler unsere Kinder und Jugendlichen wegen Lust des Wetteiferns mit anderen Ländern um die rasche Öffnung der Schulen dann ausbaden müssen.

 

Die Folgen des Chaos

Unsere Schulleiter und deren Lehrkräfte werden von den kurzfristigen Mitteilungen und Ankündigungen zu den mannigfachen Fahrplänen an den Schulen von der Münchner Chaoszentrale immer wieder überfahren. Das Wohl der Kinder und Jugendlichen – auch im Hinblick auf die anstehenden Abschlussprüfungen – muss endlich in den Mittelpunkt allen Handelns gerückt werden und nicht mehr nur eins von vielen Argumenten sein! Da dürfen keine Behelfswege begangen oder einfache Lösungen gestrickt werden. Da muss der Kopf benutzt und gemeinsam mit Experten nach gangbaren Wegen gesucht werden, die nicht die Gesundheit von Minderjährigen aufs Spiel setzen!

War es vor wenigen Wochen noch die Frage, wie die Abschlussprüfungen noch zu retten sein würden und diese auf Gedeih und Verderb – unbeachtet des Leistungsdrucks für die jugendlichen Absolventen und dessen psychischen Folgen – durchgepeitscht werden können, so ist es heute die Zielsetzung, zu einer vorgegaukelten Normalität zurück zu kehren, die es nicht gibt! Experten waren vor einer zweiten Welle der Infektion mit verheerenden Folgen und im gleichen Moment werden die Öffnungen von Lehranstalten bekannt gegeben, die als Sammelort von Menschen der bestmögliche Verbreitungsort schlechthin sind. Die gesundheitlichen Folgen für Betroffene werden billigend in Kauf genommen und versicherungsrechtliche Fragen werden dann diskutiert, wenn es für die Betroffenen längst zu spät ist. Denn die Wahrung von Ansprüchen wegen der Erkrankung an der Schule ist ausgesprochen schwierig!

 

LehrerInnen sprechen Klartext

Dass Ministerialbeauftragte und andere Verantwortungsträger schlicht abtauchen und sich gegen diesen Wahnsinn nicht wehren, ist für viele Lehrerinnen und Lehrer an bayerischen Schulen der eigentliche Skandal. Das hat sich immer wieder gezeigt in den letzten Wochen. Zunächst wurden die Schulen allein gelassen in der Frage, wie sie mit dem Digital-Unterricht beginnen sollten, der 6 Wochen nach Schließung der Schulen erst Anwendung fand. Die Übermittlung von Lernstoff ist ja kein Unterricht, sondern Alleinlassen im Selbststudium!

Im Gespräch mit besorgten, erfahrenen und altgedienten Realschullehrern kristallisierte sich nun klar die Sorge heraus, dass die Schulen zu Multiplikatorenflächen für CORONA werden können, die die Schülerinnen und Schüler mit in die Lehranstalten bringen. Der Grund liegt auf der Hand: Ähnlich wie bei Pflegeheimen und Krankenhäusern sind die Besucher als Träger und Überträger das Problem!

Das gilt auch für die Schulen: Was von den Schulwegen oder von daheim mitgebracht wird, kann in der Schule nicht mehr an der Verbreitung gehindert werden. Der Mundschutz in der Pause ist da das geringste Hilfsmittel, da der nicht mehr relevant ist, wenn der Mindestabstand im Bus nicht eingehalten wird oder an den Haltestellen ein zu großes Gedränge herrscht.

 

„Ich halte die Hygienevorschriften in den Schulen für reine Makulatur.“ Der Amberger Realschullehrer ist sehr aufgebracht am Telefon! „Im ÖPNV und den Haltestellen können diese nämlich nicht gewährleistet werden. Daraus folgt, dass die Vorschriften in den Schulen - insbesondere der Unterricht ohne Mundschutz - reine Makulatur sind.“ Der Unterricht mit Mundschutz wäre auf Grund der geringen Versorgung mit Sauerstoff über längere Zeit hinweg nicht zu verantworten! „Es geht dem Ministerium meiner Ansicht nach nur darum sicherzustellen, dass möglichst keine Infektionen innerhalb der Schule übertragen werden, damit es nicht von Eltern erkrankter Kinder oder Lehrern zur Verantwortung gezogen werden kann. Im Prinzip waren hier Juristen am Werk, keine Praktiker. Entweder ist die Sicherheit von der heimischen Haustür bis ins Klassenzimmer gewährleistet, oder das Ganze ist Mist. Dann können wir die Schulen gleich wieder für alle Klassen in voller Stärke öffnen!“

Ein anderer Realschullehrer spricht deutliche Worte und ist entrüstet über die fehlende Aufklärung für die Kinder, Eltern und Lehrer! Sie alle wären nämlich unmittelbar sofort Betroffene im Falle einer Infektion! „Es geht nicht um Signale, sondern die Realität. Ich empfehle einen Besuch am Busbahnhof nach Schulschluss. Das öffnet die Augen. Und zwar ganz weit!“

Die Aussage eines anderen Realschullehrers schlägt in dieselbe Kerbe: „Es wird einfach langsam Zeit für klare Worte jenseits der Political Correctness. Ich bin mir bewusst, dass das für die Lehrerverbände eine äußerst schwierige Situation ist. Dennoch sollte der Schutz der Schüler, deren Angehörigen sowie der Lehrer und deren Angehörigen alleroberste Priorität haben. Dazu gehört auch die Ehrlichkeit gegenüber allen Beteiligten. Was im Moment läuft und kommuniziert wird ist eine reine Farce. Im Übrigen wundert es mich, wie viele MBs und Schulleitungen vor diesen politischen und juristischen Entscheidungen trotz wachsendem Unmut der Betroffenen kuschen.

Ich habe langsam das Gefühl, als ob allen klar Denkenden im Schulbetrieb ein Maulkorb auferlegt wurde. Daher sollte entweder eine vollständige Schulöffnung bei klar formulierten Risiken erfolgen oder wir machen (was meiner Ansicht nach vernünftiger wäre) den Laden bis erstmal zum nächsten Schuljahr dicht. Halbe Klassen in Präsenz und halbe Klassen online ist nichts als Augenwischerei und der Situation nicht angemessen oder hilfreich. Auch werden Familien durch dieses hin und her nicht entlastet. Die Infektionszahlen werden zeigen, welcher Weg der richtige war.“

 

Alleingelassene Eltern, Kinder und Lehrer

Das ipjg erkennt die enorme Gefährdung unserer Kinder und Jugendlichen und weist dringend darauf hin, dass sich sämtliche Verantwortlichen unter Einbezug von Experten gemeinsam überlegen sollten, wie weiter vorgegangen werden kann und soll, wenn die Schülerinnen und Schüler, wie Lehrer, Eltern und andere Angehörige nicht in Mitleidenschaft gezogen werden sollen!

 

Gegenwärtig wird auf Grund der offenbar immer noch herrschenden Rat- und Hilflosigkeit in den Entscheidungsgremien Augenwischerei betrieben und durch die Fehl- oder gar Falschinformation in Kauf genommen, dass nicht nur eine weitere Infektionswelle entsteht, sondern auch noch mehr Todesopfer zu beklagen sein werden. Kinder, Eltern und Lehrer werden also allein gelassen und müssen sehen, wie sie sich selbst ein Bild von der Lage machen und wie sie schlussendlich damit umgehen, dass sie sich auf keine verlässlichen Informationen stützen können. Wie wenig verlässlich die Maßnahmen, Beschlüsse und Fahrpläne der verantwortlichen Gremien sind, zeigt alleine die Tatsache, dass der Versuch gewagt wird, den Transport der Schülerinnen und Schüler gar nicht erst zum Thema werden zu lassen. Das extrem hohe Risiko einer Ansteckung auf dem Schulweg ist nämlich niemals kalkulierbar! Verantwortungslos muss deswegen es genannt werden, wie mir der Gesundheit unserer Kinder, Lehrer und Eltern umgegangen wird und wie rücksichtslos die Gefährdung von Menschen in Kauf genommen wird, wenn es darum geht, wirtschaftliche Folgen eindämmen zu wollen, die zunehmend Druck auf die Politik ausüben und deswegen Vorrang bekommen vor der Sicherheit der besonders schützenswerten Menschen – unseren Kindern.

 

Schütze dich – wenn es geht! Aber sein muss es nicht!

So könnte man die Aussagen des Ministeriums zusammenfassen und interpretieren, wenn es um die Inkaufnahme der Infektion auf dem Schulwege geht. Denn die Aufrüstung der Schulen bringt nichts, wenn die Kontamination von außen in die Schule getragen wird. Genau das ist nun vom Ministerium für Unterricht und Kultus in haarsträubender Art und Weise beantwortet worden.

Der Ausbau des Digitalunterrichts hätte viel mehr Beachtung verdient und kann eine klare Alternative zur gefährlichen Öffnung der Schulen sein! Denn der Inhalt der folgenden Aussage zeigt klar, dass Entschädigungen durch den Staat für Ihr Kind, die Lehrer oder die Eltern im Falle einer Infektion oder noch schlimmerer Folgen, nicht vorgesehen sind:

„Nach § 5 Abs. 1 Satz 2 der Zweiten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (2. BayIfSMV) vom 16. April 2020 gilt in der Öffentlichkeit ein Mindestabstandsgebot zwischen Personen von 1,5 Metern, wo immer das möglich ist. Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder haben am 15. April 2020 festgestellt, dass der in der Öffentlichkeit einzuhaltende Mindestabstand von 1,5 Metern u. a. im ÖPNV regelhaft nicht gewährleistet werden kann. Es besteht deshalb ab dem 27.04.2020 für den gesamten ÖPNV die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Dies gilt auch für die Beförderung von Schülerinnen und Schülern in öffentlichen Verkehrsmitteln. Bei der Schülerbeförderung ist eine dringende Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler erforderlich, beispielsweise was die Einhaltung des Abstandsgebots betrifft.

 

Trotz dieses Wissens und der daraus resultierenden unkalkulierbaren Gefahr wird an der Wiederaufnahme des Unterrichts ungeachtet der Folgen festgehalten. In besonderer Weise spricht das Schreiben des Kultusministeriums Bände darüber, wie wichtig die Sicherheit der Kinder genommen wird. Die Bezeichnung „zynisch“ ist für ein derartiges Gebaren noch ausgesprochen freundlich.

Die Redaktion von „quer“ aus dem Bayerischen Rundfunk hat hierbei ebenso die Fragen aufgeworfen, die Sie sich als Eltern, Erziehungsberechtigte und Lehrer dringend stellen sollten, ehe Sie den Unterricht wieder aufnehmen und sich der Gefahr einer Infektion aussetzen.

Das ipjg rät deswegen zur Vorsicht und zu aktiver Informationssuche! Sprechen Sie aktiv die Schulleiter Ihrer Kinder an, lassen Sie die Elternbeiräte und alle Gremien der Schulen aktiv werden, um klare Linien zu haben und Garantien, die nicht nur auf die Unterrichtszeit beschränkt sind, sondern sich auch auf den Schulweg beziehen, der die größte Gefahr für eine Übertragung darstellt! Nur dann kann die Sicherheit Ihrer Kinder gewährleistet werden. Experimente auf Kosten von Kindern und Jugendlichen darf es nicht geben!

 

Wir empfehlen Ihnen deswegen drei Dinge, die Ihnen helfen sollen, Ihre Kinder und sich selbst zu schützen:

·         Nehmen Sie die Hygiene- und Schutzmaßnahmen ernst und schütze Sie damit sich und andere vor einer Verbreitung oder Infektion!

·         Unterweisen Sie ihre Kinder und führen Sie sie an die Thematik geduldig heran!

·         Sprechen Sie mit den Verantwortlichen an der Schule Ihrer Kinder, lassen Sie sich über den aktuellen Stand der Dinge unterrichten und lassen Sie sich rechtssicher bestätigen, dass der Besuch der Schule inklusive der Schulwegsicherheit gewährleistet ist und keine Gefahr für Ihr Kind ausgehen kann!

 

Das ipjg wünscht allen Schülerinnen und Schülern, den Eltern und Erziehungsberechtigten und allen Lehrerinnen und Lehrern viel Kraft in dieser schwierigen Zeit, klare und sachliche Gedanken und den Mut zu Entscheidungen, die dazu geeignet sind, unsere Kinder und deren Interessen zu schützen und nicht vor den Egoismen anderer zu kuschen.

 

 

Bleiben Sie gesund!